Staubarme Trennmehle

Trennmehl bewusst einsetzen

Trennmehl wird in der Backstube an allen Stellen benötigt, an denen Teig mit Oberflächen in Kontakt kommt:

  • beim Herausnehmen von Teig aus dem Knetbottich
  • Arbeitsflächen
  • Gargutträger
  • die Hände des Bäckers selbst, etc.

Alternativ kann zum Trennen auch Wasser oder Öl, sowie Gries, Dunst oder Kleie verwendet werden. Gängigstes Trennmittel ist Backmehl selbst, da es ohne organisatorischen Aufwand ohnehin in der Backstube zur Verfügung steht.
Mehl ist leicht handhabbar hat aber den Nachteil, dass Mehlstaub die Atemluft der Beschäftigten belastet und zu Atemwegserkrankungen führen kann. Darüber hinaus sedimentiert Mehlstaub auf Maschinen, Geräten und sonstigen Einrichtungsgegenständen. Das führt zu einem höheren Reinigungsaufwand und kann den Verschleiß von Maschinen forcieren.

Staubarme Trennmehle

Eine Lösung des Problems sind speziell zu diesem Zweck entwickelte staubarme Trennmehle. Diese vereinen verschiedene Eigenschaften in sich, je nach Produkt: hohe Trennwirkung bei geringem Materialeinsatz, geringe Staubungsneigung.

Die jüngste Entwicklung auf diesem Gebiet sind die hydrothermisch, modifizierten Getreidemehle (HT-Mehle). Diese Produkte sind nur mit Wasser und Wärme modifiziert und enthalten keine weiteren Zusätze (clean-label Produkte).

Bereits seit längerer Zeit erhältlich sind Getreidemehle (Weizen und Roggen), die mit Hilfe von Öl gecoatet (ummantelt) sind. Das Öl beschwert sozusagen die Feinanteile des Mehls, die somit schneller sedimentieren und nicht Eingeatmet werden. Auch diese Trennmehle sind clean-label Produkte.

HT-Mehl wissenschaftlich betrachtet