Gärgutträger

Gärgutträger die mit konventionellen Stofftüchern belegt sind, können Schimmel ansetzen und es werden üblicherweise Trennmittel verwendet, um ein verkleben der Teiglinge zu verhindern. Dadurch kann die Atemluft durch Mehlstaub und Schimmelpilzen belastet werden. Generell sind die Gärgutträger luftig und trocken zu lagern und rechtzeitig zu wechseln. Damit die Tücher optimal trocknen, sollen die Gärgutträger vor dem Trocknen gedreht werden. Bewährt hat sich auch die thermische Behandlung der Gärgutträger z.B. im Backofen unter Ausnutzung der Restwärme über ca. 80° C.

Alternativ können Einwegtücher aus Kunststoff oder Papier verwendet werden, die sehr leicht gewechselt werden können, dies sollte rechtzeitig erfolgen noch bevor es zu einem sichtbaren Schimmelpilzwachstum kommt.

Spezielle Tücher mit behandelter Oberfläche, die ein Anhaften der Teige verhindern und das mikrobiologische Wachstum verzögern sind eine weitere Möglichkeit die Belastungen durch Trennmittel und Schimmel zu verringern.

Alternativ können Dielen aus Kunststoff mit einer speziellen Oberflächenstruktur (Mikrosäulen- Raster oder Mikrofaser-Oberfläche mit Mikrofilamenten) verwendet werden. Die speziellen Oberflächen verhindern ein Anhaften der Teige. Die Dielen können in der Spülmaschine gereinigt werden und benötigen keine Auflagen mehr. Sie lassen sich leichter und gründlicher reinigen und sind unter hygienischen Gesichtspunkten betrachtet deshalb den Stoff- oder Einwegtüchern vorzuziehen.



Alle genannten Alternativen haben den Vorteil, dass auf den Einsatz von Trennmittel verzichtet werden kann.



Welche Gärkörbe/ Gärgutträger für ihren Betrieb am besten geeignet sind sollten sie in Praxis-Versuchen ermitteln

HT-Mehl wissenschaftlich betrachtet